crazy evening

7. April 2007 2 By blogstone

Pleiten, Pech und Pannen oder wie die zweite Schulwoche endete. Doch zuerst einmal das Positive. Die zweite Schulwoche ist überstanden und ich muss sagen, so langsam gewöhne ich mich wieder an die Schule. Mary, Todd und Larry sind wirklich gute Lehrer, nur mit Martin vom Dienstag- und Donnerstagnachmittag habe ich so meine liebe Mühe. Er kann langweilige Sachen so ausführlich erklären, da würden mir im Deutsch sogar die Wörter fehlen, aber bei wirklich wichtiger Grammatik sausen wir im Schnellzug durch. Wen interessiert die Evolutionstheorie – aber anyway. Heute gab es sogar Osterüberraschungseier, Kekse und Pinkgrapefruit in der Schule. Vielleicht muss ich noch erwähnen, dass wir weder am Karfreitag, noch am Ostermontag frei haben, aber wir sind ja zum lernen hier ;-).

Auf dem Aktivitätenplan der Schule stand heute nach der Schule Volleyball. Obwohl das Wetter nicht gerade einladend war, entschied sich die Mehrheit unserer Gruppe, dass wir trotzdem an den Strand zum Volleball spielen gehen. Lorenz war so freundlich, mich mit seinem Auto mitzunehmen. Doch in der Parkgarage die erste Panne des heutigen Nachmittags. Der Garagenboy hat den Schlüssel ins Auto gelegt und gleichzeitig die Türen verriegelt. Super,  Auto geschlossen und natürlich kein Ersatzschlüssel vorhanden. Nach einigem hin und her hat sich der Garagenboy dann bereiterklärt Lorenz zur Mietwagenfirma zu fahren um einen Ersatzschlüssel zu holen, während dem ich in der Schule wartete. Mit zwei Stunden Verspätung sind wir dann auch noch am Strand eingetroffen.

Das Wetter war wirklich ziemlich kalt und man hätte eine Jacke gut gebrauchen können, trotzdem gab es einige Wagemutige, welche in Shorts Volleyball spielten – ich gehörte definitiv nicht dazu. Nach dem endlich alle von unserer Gruppe auch kalt hatten konnten wir aufbrechen um ein Restaurant für das Dinner zu suchen. Verteilt auf 3 verschiedene Autos machten wir uns Richtung PB (Pacific Beach) auf. Jedes Auto parkte an einem anderen Ort, schlussendlich haben wir uns dann doch noch gefunden. Doch dann ging die grosse Fragerei los, wohin sollen wir gehen. 12 Personen und 20 verschiedene Meinungen, schlussendlich nach langem hin und her haben wir uns für das nächst beste Restaurant um die Ecke entschieden. Natürlich hatten die keinen Platz für 12 Personen, immerhin konnten wir einen Tisch für später reservieren lassen.

Die einte Hälfte machte sich auf um im gegenüberliegenden Supermarkt zu shoppen, keine Ahnung was die da kaufen wollten und ich und einige  andere bevorzugten die Bar oberhalb dem Restaurant. So bin ich heute zum ersten Bier hier in Amerika gekommen. Irgend so eine einheimische Marke aus San Diego, nicht mal so schlecht und ähnlich wie das geliebte Falkenbier, aber natürlich nicht ganz so gut. Zum Znacht gab es dann ein Sirloin-Steak mit French Fries, was auch sehr fein war. Nur vermisste ich den Kräuterbutter, denn die Steaksauce konnte man wirklich nicht gebrauchen.

Danach wollten wir eigentlich ins Kino gehen. Doch Mario und Anina sind noch zu Anina nach Hause gefahren, da sie bei Ihrer Hostfamilie ausziehen wollte und bei Mario übernachten konnte. Irgendwie habe ich die Story verpasst, wieso sie gerade bei Mario übernachten kann. Das Auto von Baptist fuhr los um noch Sonja abzuholen. Ich konnte mit Caro und einem Basler mit Lorenz zum Kino fahren. Dort angekommen ging die Telefoniererei los, wo waren alle anderen? Das Auto von Baptist war unterwegs, hatte aber zu wenig Zeit eingeplant und Sonja wollte/konnte mitlerweilen nicht mehr ins Kino kommen (Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Sonja am vereinbarten Zeitpunkt eine halbe Stunde gewartet hatte und danach wieder nach Hause gegangen war). Ich sah schon schwarz für den Film um 21.45 Uhr. Mittlerweile traf Martina noch zu fuss ein, aber von den Anderen noch keine Spur. Den Film “Wild Hoaks” hatte ich mittlerweile schon abgeschrieben und wir machten uns bereits auf die Suche nach einer Alternative.

Mit 10 Minuten Verspätung, unzähligen Telefongesprächen und einem riesigen Chaos waren dann alle anwesend und wir haben uns doch noch für den Film entschieden. Der Film war ziemlich lustig, auch wenn ich nicht die ganze Unterhaltung verstehen konnte. In der Schweiz wird der Film auch laufen, aber mir fällt jetzt der deutsche Titel gerade nicht ein. Ein Film zum Lachen und einfach relaxen, aber keine wahnsinnige Story.

Doch nach dem Kino ging das Theater erst richtig los – Open Air, draussen auf dem Platz. Alle waren da, nur Mario, Ricarda und Anina. Anina war anscheinend in einem anderen Film. Was machen Mario und Ricarda im Kino drinnen so lange? Leider waren die Türen für den Eintritt bereits geschlossen. Martina nutzte die Gunst der Stunde als jemand aus dem Kino kam um durch die Türe hineinzukommen. Anscheinend diskutierten Mario und Ricarda drinnen angeregt und wir warteten draussen in der Kälte. Lorenz und der Basler machten sich auf den Heimweg. Nach einigen Diskussionen entschied sich Baptist einmal zwei Girls nach Mission Beach heimzufahren und Martina begleitet ihn, damit er nicht alleine die Rückfahrt antreten musste. Denn es hatten nicht alle 6 im Auto Platz und so blieben Caro und ich vorerst einmal beim Kino zurück. Da alle Läden im Umkreis bereits geschlossen hatten, mussten wir leider draussen in der Kälte weiter warten. Wir unterhielten uns dann und spekulierten über den Gesprächsstoff von Mario und Ricarda.

Als die Beiden dann 15 Minuten später endlich rauskamen wollten sie nicht darüber reden. So bleiben Fragen über Fragen, wobei natürlich auch verschiedene Gerüchte die Runde machten. Als Chaffeur Baptist zurück war konnten wir aufbrechen und ich bin nun mittlerweile gut zu Hause angekommen. Allerdings habe ich mir einen Freitagabend einfacher und besser vorgestellt. Die ewigen Diskussionen und unklaren Entscheidungen sind ziemlich nervig und bringen nur Chaos. Ich haue mich jetzt aufs Ohr, denn morgen geht es früh in ein Outletcenter.