Nicht einmal Oswald Grübel glaubt an Qadbak

4. October 2009 2 By blogstone

Die Veröffentlichung von Investoren bei Qadbak gab für kurze Zeit etwas Hoffnung im Fall BMW Sauber und dessen Zukunft. Nun soll das aber alles Schall und Rauch sein wie die SonntagsZeitung in der heutigen Ausgabe schreibt. Die Familiennamen Hyat und Shafi seien in Pakistan so weit verbreitet wie Müller und Meier bei uns in der Schweiz. Zudem starben die beiden berühmten Personlichkeiten Sikwander Hyat und Liaquat Hyat vor mehr als 60 Jahren.

Die Frage ist nun, wer ist Anwar Shafi, der den Zusammenhang zwischen Qadbak und den beiden Familien in der Medienmitteilung bestätigt hat? Moeen Qureshi, der frühere Premierminister Pakistans, der ebenfalls mit Qadbak in Verbindung gebracht wurde, fällt gemäss SonntagsZeitung aus dem Rennen: “Ich habe keinen Kontakt jedwelcher Art mit Qadbak und weiss nichts von einer solchen Investition.”

Oswald Grübel spricht von möglichem Verkauf
Sehr hilfreich ist auch die Aussage von UBS Chef und Verwaltungsratsmitglied bei BMW Sauber, Oswald Grübel, in der SonntagsZeitung, dass er von einem möglichen Verkauf an Qadbak spricht und sagt, dass es bis zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Verwaltungsratssitzung bezüglich des Verkaufs gab. Das scheint doch irgendwie etwas mysteriös zu sein, wenn es bei einem solchen Deal keine Verwaltungsratssitzung gibt und eine Person wie Oswald Grübel mit Kontakten in der ganzen Welt keine Informationen zu Qadbak hat.

Matthew Lorenzo ist Head of Communications bei Qadbak
Interessant ist auch, dass der bekannte Fernsehreporter, Matthew Lorenzo, Communications Director beim Notts County Fussball Club ist. Gleichzeitig sei er auch noch Head of Communications bei Qadbak. Wurde auch er mit Aktien der Swiss Commodity Holding AG für seine Jobs geködert wie der Trainer Sven-Göran Eriksson? Ihm wurden anscheinend millionenschwere Beteiligungen beim Börsengang der Holding versprochen. Das sollte bereits im Juli geschehen, doch der Schwede, der bei Notts deutlich weniger verdient als als englischer Nationaltrainer, wartet auf den Geldfluss noch immer vergeblich, wie sport1 zu berichten weiss.

Die SonntagsZeitung weiss, dass der einzige Schweizer Verwaltungsrat der Swiss Commodity Holding AG letzte Woche seinen Rücktritt erklärt hat, weil er nicht mehr mit Qadbak in Verbindung gebracht werden möchte. Nun brauchen Nathan und Peter Willett einen Ersatz, der in der Schweiz wohnt, da ansonsten die Holding von Amtes wegen aufgelöst wird.

Wer steckt hinter Qadbak?
Die Frage dränt sich immer mehr auf, wer steckt tatsächlich hinter Qadbak und wie sind all die bis anhin in Erscheinung getretenen Personen miteinander verknüpft? Hat Qadbak wirklich soviel Geld wie angenommen wird? Das einzige Geld, das bis jetzt wirklich ausgegeben wurde war die Schuldenübernahme beim Notts County Fussbal Club in der Höhe von einer Million Pfund. Warum wird nicht offen kommuniziert? Immer wenn der Name Qadbak auftaucht gibt es irgendwelche Unstimmigkeiten.

Zuerst war die Rede von einer Schweizer Stiftung, dann stellte sich heraus, dass die Stiftung ihren Sitz auf den British Virgin Islands hat. Niemand hat diesen Lapsus kommentiert. Die Website der Swiss Commodity Holding geht kurzerhand offline, nach dem bekannt wurde, dass darauf der Wert auf rund 160 Milliarden angegeben wurde. Im Handelsregister ist die Swiss Commodity Holding AG mit einem Aktienkapital von 100’000 Franken eingetragen. Russell King ist vorbestraft und kein Unbekannter in der Formel 1 und BMW will sich partout nicht zum Verkauf und Qadbak äussern.

Es sind soviele Personen involviert und trotdem weiss keiner Bescheid. Irgendwie stinkt der Deal mit Qadbak zum Himmel. Nur will es bis jetzt niemand wahrhaben so wie das aussieht. Es gibt doch keinen Investor, der mehrere hundert Millionen für ein Formel 1 Team hinblättert, dass keinen gesicherten Startplatz hat und dann auch noch keine Entscheidungen fällen und Informationen preisgeben will?

Weitere Informationen zur Qadbak Investment Ltd und BMW Sauber: