Selbstversuch Möbel online verkaufen: Das musst du beachten.

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Nach zweieinhalb Jahren in der WG mit der schönsten Dachterrasse in Zürich bin ich mit meiner Freundin zusammen gezogen. Da mein Nachmieter kein Interesse hatte die Möbel zu übernehmen, musste ich das Doppelbett, den Schrank und das Sideboard irgendwie loswerden. Alle Möbel waren hochwertig, nicht von IKEA, ohne Schäden und zwei Jahre alt.

Nur tutti.ch funktioniert

Es gibt ja mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten in der Schweiz um gebrauchte Sachen online zu verkaufen. Die älteste Plattform ist wohl www.ricardo.ch die Tamedia 2015 für 240 Millionen gekauft hat. Nach einer kurzen Recherche bei Möbel habe ich aber festgestellt, dass bei den meisten Auktionen jeweils 0 Gebote abgegeben wurden. Sprich es bietet nicht mal jemand auf die Artikel. Deshalb habe ich mir den Aufwand gespart und habe meine Möbel bei den kostenlosen Portalen www.anibis.ch (Ringier), www.ronorp.net und www.tutti.ch (Tamedia) eingestellt. Die Mühe hätte ich mir aber auch sparen können, denn nur tutti.ch funktioniert. Als Beispiel das Sideboard das ich für CHF 200.00 ausgeschrieben habe.

  • anibis.ch: 47 Inserateaufrufe, 0 Anfragen
  • RON ORP: keine Statistik verfügbar, 0 Anfragen
  • tutti.ch: 118 Inserateaufrufe, 3 Anfragen

Möbelverkauf im Internet

Die Werte waren für das Bett und den Schrank vergleichbar. tutti.ch scheint die beste Zielgruppe für Möbel zu haben. Was muss man nun also beachten, wenn man selber gebrauchte Möbel über das Internet verkaufen will:

  • Gute Fotos aus verschiedenen Perspektiven
  • Masse im Inserat erwähnen
  • Preise deine Artikel mit guten Texten an. Nach einer gewissen Zeit habe ich den Titel um hochwertig ergänzt, das hat sich ausbezahlt
  • Die potentiellen Käufer sind preissensitiv. Als ich den Preis vom Bett und Sofa gesenkt hatte, kamen auch da die Anfragen rein.
  • Viele Käufer sind unzuverlässig und melden sich nicht mehr oder kommen dann doch nicht vorbei
  • Genügend Zeit für den Verkauf einplanen

Kommunikation muss vereinfacht werden

Ich bin froh, habe ich nun alle Möbel verkauft habe. Obwohl anibis.ch mit den Kategorievorschlägen die bessere Usability bietet hat sich ganz klar gezeigt, dass die Interessenten nur via tutti.ch kamen. Ein klassischer “Winner-takes-it-all” Markt. Für Tamedia steckt da noch grosses Potential drin, vor allem in der mobilen Version und der Kommunikation zwischen Verkäufer und Käufer. Warum gibt es da nicht einen Chat in der App oder auf der Plattform anstatt die Kommunikation über E-Mail. Das würde vieles vereinfachen.

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