Sightseeing in Bath – The Roman Baths

9. May 2009 3 By blogstone

Heute war ich definitiv mal ganz spontan. Um 02.23 Uhr aus dem Molton House zurückgekehrt, habe ich mich entschieden mit Nina, Anastasia und Sabrina um 7 Uhr nach Bath zu gehen. Das hiess also noch kurz für ein paar Stunden ins Bett und Schlaf tanken. Um halb 7 war ich dann doch noch verdammt müde, aber nach einer kalten Dusche ready to go. Schweizer Pünktlichkeit, um 07.00 Uhr war ich natürlich der Erste beim Treffpunkt in der Reid Hall.

Als dann alle da waren, sind wir mit dem Bus nach Paddington aufgebrochen. Dort noch schnell die Tickets und im Starbucks Frühstück gekauft, bevor wir mit dem 8 Uhr Zug nach Bath Spa losgefahren sind. Nach 1.5 Stunden Zugfahrt kamen wir da dann auch an. Die Girls wollten keine Bustour machen, sondern auf eigene Faust losziehen. Mir kam schon der Trip nach Oxford in Erinnerung, aber ganz so schlimm wurde es dann zum Glück doch nicht. Vielleicht auch, weil ich die Orientierung und das Kartenlesen übernahm.

Wir schlenderten also durch Bath und machten den ersten Stop in “The Roman Baths“. Die Römer bauten da zwischen dem 4. und 5. Jahrhundert ein wirklich eindrückliches Bad mit Tempel, das unter dem Namen “Minerva” bekannt ist. Die natürliche Quelle bringt das Wasser mit rund 46 Grad Celsius an die Oberfläche. Viele Ruinen sind noch gut erhalten und mit dem Audioguide erhält man im Museum einen sehr guten Überblick, wie früher alles funktioniert hat. Am beeindrucksten fand ich das grosse Wasserbecken, in dem sich die Säulen und umliegende Gebäude spiegelten.

Danach gings weiter ins Jane Austen Centre für das Bath anscheinend neben “The Roman Baths” noch berühmt ist. Jane Austen ist anscheinend eine britische Schriftstellerin, die unter anderem “Pride and Prejudice” geschrieben hat, habe ich mir von den Girls sagen lassen. Die Girls waren ganz verrückt in dem Museum gleich mehrere “I love Mr. Darcy” Bags zu kaufen. Mr. Darcy ist anscheinend eine Hauptfigur aus dem Buch, aber man kann ja auch nicht alles wissen. Komischerweise wollten sie dann die Museumstour doch nicht machen.

Anschliessend sind wir die Gay Street hoch zum The Circus und weiter zur Royal Cresescent gelaufen. Beides Orte mit markanten Häusern, aber für mich nichts Spektakuläres. Danach liefen wir zurück zur Stadtmitte und haben im Waiterose Essen für ein Picknick gekauft. Little Miss America wollte dann aber doch nicht in einem Park auf das Gras sitzen und so wurde das Picknick auf eine Parkbank verschoben, was für sie auch nicht recht war, weil es gemäss ihr zu viert auf der Bank so eng war. Who cares, Sie stand beim Essen und wir haben gemütlich im Sitzen gegessen. Ich hatte mir im Waiterose Schinken und Raclette Käse schneiden lassen und endlich mal richtiges Brot gekauft und so mein eigenes Sandwich gemacht, zusammen mit Lipton Ice Tea – wunderbar.

Nach dem Essen liefen wir über die Pulteney Bridge und somit hatten wir eigentlich auch alle grossen Sehenswürdigkeiten in Bath gesehen. Die Girls wollten noch unbedingt shoppen gehen, weil man das ja in London nicht kann. Gegen 5 Uhr und als wir fast bei allen Strassen schon zum zweiten Mal vorbeigegangen sind, hatten dann auch Nina und Anastasia genug, aber Little Miss America wollte den Daytrip wirklich ausreizen und so sind wir dann um 7 Uhr zum Bahnhof zurückgegangen, weil sie sagte die Züge fahren immer zur halben und vollen Stunde zurück nach London. Hätte ich es mir doch denken können, um 7 Uhr fuhr keiner, sondern erst um 19.43.

War trotzdem ein ganz lustiger Ausflug und Spass hat es auch gemacht mit Nina die Lieder der Jugend durchzugehen – Ace of Base, Jon Bon Jovi, Spice Girls und wie all die Bands hiessen. Zudem läuft die Zeit ja so langsam davon, noch 27 Tage hier in London und ich kann wieder etwas auf der Sightseeingliste abhaken.

Im Zug ist mir übrigens noch aufgefallen, dass ich in London die offene Landschaft mit Feldern vermisse, obwohl wir ja direkt im Regents Park wohnen. Der Raps war am blühen und so wechselten sich die Farben grün und gelb regelmässig in der Landschaft ab – Standard wie zu Hause in Thayngen. Zugfahren ist hier nicht unbequemer als in der Schweiz, aber dafür entschuldigt sich der Zugführer sogar für eine zweiminütige Verspätung via Lautsprecher und bei jedem Sitz gibt es Saftey Information wie im Flugzeug. Also nichts mit der schlechten Qualität von Englischen Eisenbahnen wie alle immer sagen, zumindest nicht bei Great Western. Also wieder ein Vorurteil, das so nicht bestätigt werden kann.

Weitere Informationen zu Bath: